Nach dem Auftakt im Fotostudio Fasching führte die zweite Station der fachgruppenübergreifenden Veranstaltungsreihe „Ansichten“ vergangene Woche zur Designagentur Zeughaus Design in Feldkirch.
Eingeladen hatten die Kreative Wirtschaft Vorarlberg gemeinsam mit der Berufsfotografie Vorarlberg sowie Vertreter:innen der Film- und Musikwirtschaft Vorarlberg. Ziel der Reihe ist der offene Austausch über Disziplinen hinweg, praxisnah und mit Blick auf aktuelle Entwicklungen.
Bernhard Hafele begrüßte für die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, die diesmal eingeladen hatte. Die Geschäftsführer Klaus Österle und Florian Mettauer gewährten Einblicke in die Entstehung und Entwicklung von Zeughaus Design. Begonnen hatte alles unter dem Namen „Wohnzimmer“ – mit ersten Kunden aus dem Kulturbereich, wenig Struktur und viel Improvisation. „100 % Leidenschaft, viele Zigaretten und null Struktur“ fasst Klaus Österle die Zeit zusammen, nach der man sich später hie und da leise zurücksehnt.
Vom Gestalterduo zur Designagentur
Aus einem klassischen Gestalterduo wurde schrittweise ein Büro für Gestaltung, später eine GmbH. Mit dem Wachstum kamen neue Rollen, mehr Struktur und professionelle Projektorganisation hinzu. Ein früher Meilenstein war ein gewonnener Pitch für die Messe Dornbirn, weitere folgten.
Neben dem Rückblick auf den eigenen Werdegang standen aktuelle Fragen im Mittelpunkt: Wie verändert Künstliche Intelligenz kreative Arbeit? Welche Rolle spielen Prozess und Teamstruktur in Agenturen heute? Und wie behaupten sich Kreativbetriebe in einem sich rasant wandelnden Marktumfeld? Eine spannende Schlüsselfrage war auch: sind Agenturen die neuen Videotheken?
Der Abend bot im Nachklang bei einem kleinen Buffet Raum für angeregte Diskussionen und persönliche Gespräche und bestätigte das Anliegen der Reihe „Ansichten“: voneinander lernen, Erfahrungen teilen und Vernetzung ermöglichen.