Gezeigt werden die ausgezeichneten und nominierten Projekte des Staatspreis Design 2026 – darunter auch mehrere Arbeiten aus Vorarlberg. Zur Eröffnung gratulierten Martin Dechant von der Sparte Information und Consulting sowie Kammerdirektor Julian Fässler den erfolgreichen Gestalter:innen und Auftraggeber:innen. Theresa Bubik vom designforum Vorarlberg führte durch das Programm.
Besonders deutlich wurde bei der Eröffnung die starke Präsenz Vorarlbergs. Mit einem Sonderpreis, fünf Auszeichnungen und zwei Nominierungen zeigte die heimische Kreativszene, wie viel gestalterische Kompetenz, Innovationskraft und unternehmerisches Denken im Land verankert sind. Julian Fässler betonte dabei die Bedeutung von Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb der Kreativwirtschaft: Erst im Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen entstünden jene Ergebnisse, die auch auf Bundesebene erfolgreich sichtbar werden.
Den Sonderpreis „Spaces & Environment“ erhielt das Projekt „Zukunft ist Gut: Eine Schule wird zur Guten Stube“ von Simone Angerer, Nina Beck und Anna Hopfner. In Bersbuch wurde eine ehemalige Schule klug weitergedacht: als konsumfreier, generationenübergreifender Ort der Begegnung. Die Jury würdigte die atmosphärische Metamorphose mit minimalen Mitteln, die räumliche Offenheit und einen Prozess, der soziale Teilhabe praktisch erfahrbar macht.
Auch das Frauenmuseum Hittisau wurde in der Kategorie „Spaces & Environment“ ausgezeichnet. Für die Ausstellung „FRIEDEN TUN. Über Gerechtigkeit, Demokratie und Geschlecht“ entwickelte das Gestaltungsteam aus Sabrina Summer, Simone Angerer, Simone Knecht und Martin Beck ein begehbares System, das Austausch, Reflexion und Vermittlung räumlich organisiert. Recycelte Paneele, zerlegbare Holzmodule, klare Signaletik und inklusive Elemente greifen inhaltlich und formal präzise ineinander.
Auf der Shortlist in der Kategorie „Spaces & Environment“ standen außerdem das Atelier Stecher mit „Hiller. Das fotografische Gedächtnis des Bregenzerwaldes“, Super BfG mit „Dem Senf auf der Spur“ für Lustenauer Senf sowie Sigi Ramoser von Sägenvier DesignKommunikation mit „Stadtspuren. Industrie und Wandel“. In der Kategorie „Investitionsgüter“ waren zudem Zumtobel Lighting mit „SOLENA“ und Georg Bechter Architektur+Design / Georg Bechter Licht mit „VISO 28“ vertreten.
Damit reicht das Vorarlberger Spektrum von Ausstellungs- und Informationsdesign über Markenräume bis zu architekturnaher Licht- und Sensortechnik. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit designaustria realisiert und ist noch bis 27. August 2026 im designforum Vorarlberg in der CampusVäre Dornbirn zu sehen. Ergänzend dazu finden Rahmenprogramm, Creative Lunches und Führungen statt.
Ausstellungsdauer: 9. Juni bis 27. August 2026
ÖFFENTLICHE FÜHRUNG: MO, 22.06.2026, 18 Uhr
Ort: designforum Vorarlberg, CampusVäre Dornbirn
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 10 bis 16 Uhr
Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten gerne anfragen unter: designforum@c-i-v.at