Die Creative Industries stehen unter Druck und mitten im Umbau. Digitale Umbrüche, ökologische Fragen, gesellschaftliche Verschiebungen und nicht zuletzt der rasante Vormarsch künstlicher Intelligenz fordern die Branche auf mehreren Ebenen zugleich. Genau hier setzt we:transform an: als mehrmonatiges Co-Creation-Programm der Kreativwirtschaft Austria für alle, die diesen Wandel nicht nur registrieren, sondern mitgestalten wollen. Der erste regionale Austausch in der Standortagentur Innsbruck zeigte bereits, worin die Stärke des Formats liegt. Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen kamen zusammen, erzählten von ihren Unternehmen, ihren Beweggründen für die Selbstständigkeit, ihren aktuellen Fragen und den Spannungen, die viele Betriebe derzeit beschäftigen. Was daraus entstand, war mehr als ein Kennenlernen. Es war ein Auftakt mit Substanz.
Austausch mit Tiefe
Die Gespräche blieben nicht an der Oberfläche. Es ging um Veränderungsdruck, um Spielräume, um neue Werkzeuge und um die Frage, wie kreative Arbeit in einer Zeit sichtbar bleibt, in der KI-generierte Inhalte den Markt in hoher Frequenz fluten. Gerade dadurch gewinnt das Menschliche neue Schärfe: das Eigene, das Unverwechselbare, das nicht auf Knopfdruck entsteht. Spürbar wurde in Innsbruck auch, dass diese Verschiebung viele Felder der Kreativwirtschaft erfasst. Ob Illustration, Grafik, Workshop-Formate, Liveformate oder räumliche Inszenierung: Dort, wo Präsenz, Handschrift und echtes Erleben gefragt sind, entstehen neue Chancen. Das Unfertige, das Direkte, das Sinnliche verliert nicht an Wert – im Gegenteil.
Österreichweites Netzwerk
we:transform bringt Kreativschaffende aus Werbung, Design, Film, Musik, Gaming, Architektur und weiteren Bereichen zusammen. Über neun Monate hinweg geht es um Wissenstransfer, Vernetzung und konkrete Zusammenarbeit im Kontext der Triple Transition. Der Austausch in Innsbruck machte deutlich, wie tragfähig dieses Modell ist: Unterschiedliche Disziplinen treffen aufeinander, Reibung erzeugt Erkenntnis, aus Gesprächen werden Anknüpfungspunkte. Für die Vorarlberger Teilnehmenden war der Workshop damit ein erster intensiver Schritt in eine größere Community, die österreichweit denkt und regional verankert arbeitet. Neue Kontakte wurden geknüpft, Perspektiven erweitert, Ideen angestoßen. we:transform 2026 ist damit nicht nur formal gestartet. Das Programm hat spürbar Fahrt aufgenommen. Danke an die Betreuer:innen - Gabriele Adelsberger, Marie-Theres Zirm und Isabelle Goller.